Bereits zum achten Mal lud WEIG Kunden, Markenhersteller und Vertreter des Einzelhandels zum Kartonforum ein. In diesem Jahr stand die Veranstaltung ganz im Zeichen des aktuellen Mega-Trends: „No Plastic“ und den daraus entstehenden Chancen für die Karton- und Faltschachtelindustrie.

Herr Moritz J. Weig begrüßte die Teilnehmer zum Tagungsprogramm und hob in seiner Ansprache besonders die Themen Achtsamkeit und Nachhaltigkeit als unternehmerische aber auch gesellschaftliche Verantwortung hervor.

In vier Vorträgen wurde aus unterschiedlichen Blickwinkeln beleuchtet, welchen gesellschaftlichen, unternehmerischen und regulatorischen Herausforderungen Kunststoffverpackungen aktuell ausgesetzt sind.

Stephan Horch, Initiator des Clean River Projects, berichtete von der alltäglichen Verschmutzung der Gewässer in Deutschland. Seine Aktionen für eine saubere Umwelt stoßen auf großes öffentliches Interesse und finden immer mehr Nachahmer.

Christian Thunig, Managing Partner INNOFACT AG Marktforschung und ehem. Chefredakteur der absatzwirtschaft, beleuchtete warum Marken Ethik und Nachhaltigkeit in den Mittelpunkt ihrer Geschäftsmodelle stellen müssen, um bei Verbrauchern zukünftig noch akzeptiert zu werden.

Über regulatorische Vorhaben informierte der Hauptgeschäftsführer des Verbandes Deutscher Papierfabriken e.V. (VDP), Klaus Windhagen. Neben einem aktuellen Überblick zu den seit langem diskutierten Themen Druckfarbenverordnung, Mineralölverordnung und Kreislaufwirtschaftsgesetz, gab er Erläuterungen zur kommenden EU-Plastikstrategie.

Simone Zippel berichtete von ihrem Selbstversuch, eine Woche lang ohne Plastik zu leben. Ernüchternd stellte sie fest: es geht nicht. Aber sie gab Tipps, wie man z.B. durch bewusstes Einkaufen die Plastikflut eindämmen kann.

Um der Forderung nach Alternativen zu Plastikverpackungen gerecht zu werden, setzt WEIG auf innovative Produkt- und Prozess-Entwicklung. Der Leiter des Bereichs Technologie bei WEIG, Dr. Boris Rotter, erläuterte anhand der Produkte für Mineralöl- und Fettbarriere die Vorgehensweise bei WEIG und den aktuellen Stand der Entwicklungen. Dabei steht der potenzielle Kundennutzen an erster Stelle.

Genau diesen Ansatz verfolgt auch das neue Online Service Portal von WEIG, welches von Leila Kaddatz, Projektmanagerin bei WEIG, vorgestellt wurde. Das Portal ermöglicht es rund um die Uhr kundenspezifische Daten abzurufen oder Bestellungen abzuwickeln. Benutzer­freundliche Oberflächen, kundenindividuelle Einstellungen und eine kontinuierliche, iterative Weiterentwicklung des Systems in Abstimmung mit den Kunden sollen den Kundennutzen als oberstes Ziel sicherstellen. Parallel zum Online Service Portal wird der Austausch von Daten zwischen Systemen auf Basis von EDI-Anbindungen vorangetrieben. So werden die Prozesse automatisiert und somit sehr effizient. In der Kombination von klassischer Vertriebsarbeit, Online Services und dem automatisierten Austausch von Daten sieht WEIG die Zukunft in einer vernetzten Verpackungswelt.

Einhellige Meinung der Teilnehmer: Wie in jedem Jahr eine betont informative Veranstaltung zu einem aktuellen Thema mit neue Erkenntnissen und Lösungen.

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